Samstag, 15. Oktober 2011

Alltag und sonstige spontane Sachen...

Hey ihr lieben, fleißigen Blogverfolger, 

nach langer Zeit mal wieder ein Post – wie ihr merkt hat mich die Schreibwut noch nicht eingeholt ;-) 

"Mein" Wohnzimmer mit dein geniales Korbsesseln :-) 
zur Zeit sinkt die Motivation, kontinuierlich einen Blog zu führen, eher etwas, da ich es doch unerwartet schwierig finde, zum einen alles, was hier passiert (und das ist echt einiges) schön gegliedert, verständlich, nicht rassistisch/verletzend und trotzdem noch einigermaßen  kurz zusammenzufassen und zum anderen fällt es mir auch extrem schwer, meine Gedanken, Gefühle und mein ganzes Erleben hier einem anonymen Publikum darzulegen. (Die, die mich kennen, wissen, dass mir das schon vor einzelnen Personen teilweise zu schaffen macht.) Vielleicht steige ich im Laufe der nächsten Zeit auf Rundmails um, falls dies gewünscht wird, dafür bräuchte ich aber erst mal Feedback, wer alles interessiert wäre.

Aber nichts destotrotz, solange gebe ich die Hoffnung noch nicht auf, dass aus mir mal ein großartiger Blogger wird :D 

Die wunderhübsche Außenterrasse
So, jetzt aber zu den wirklich wichtigen Sachen. Die Zeit vergeht hier wie im Flug, ich bin nun schon fast 6Wochen hier und schon die 2.Woche in meiner Arbeitsstelle. :-)
Wie viele von euch vermutlich schon wissen, arbeite ich in einer Schule, genauergenommen die „Escuela de Apoyo a la Diversidad“ (=Schule der Förderung der Vielseitigkeit), die ein Teil des „Centro de Atención a la Diversidad“ ist (ungefähr: Zentrum der Aufmerksamkeit für Verschiedenheit). In dieser Schule werden Kinder (die sogenannten „niños especiales“) mit und ohne Behinderung/Einschränkung (sei es körperlich oder geistig) betreut und gezielt unterstützt/gefördert. Das Ziel ist so zum einen eine Integration und Akzeptanz von Menschen mit Einschränkungen und zum anderen eine individuelle Förderung derselben. Im Alltag sieht das Ganze so aus, dass vormittags von 8.00 bis 11.30Uhr eine Gruppe von ungefähr 12Kindern kommt, die dann von den Lehrerinnen (und jetzt auch von mir) mit Aufgaben betraut werden. So müssen diejenigen, die Probleme mit Lesen und Schreiben haben, Sachen abschreiben und diese dann vorlesen. Dabei wird nicht nach Alter getrennt, sondern nur nach dem Wissensstand im jeweiligen Bereich. Nachmittags, von 14.00 bis 17.00Uhr, kommt dann eine neue Gruppe und es läuft ähnlich ab wie vormittags.   

Meine Schule

Ich bin allerdings nicht nur „profesora“, das ist nämlich eigentlich gar nicht der Sinn der Sache, da ich auch gar keine Ausbildung in der Hinsicht habe. Ich soll mich viel mehr auf die außerplanmäßigen Aktivitäten konzentrieren, um es praktisch mehr als nur eine Schule werden zu lassen. So mache ich mit den Kindern Ausflüge zum Spiel-/Sportplatz, erzähle ihnen ein bisschen was über Deutschland, gebe Tanzunterricht, und so weiter. :-) Alles in allem bin ich also mit meiner Arbeit super zufrieden, und die Kinder sind auch echt knuffig!

Allerdings habe ich leider auch ziemlich schnell gemerkt, welche Defizite das Schulsystem hier aufweist, wenn es noch nicht einmal schafft 12jährigen das Alphabet, geschweige denn das Lesen, beizubringen. Das klingt jetzt natürlich krass und ich weiß auch, dass ich in meiner Schule natürlich nur die Ausnahmen mitbekomme, die praktisch „durchs System gefallen sind“ und deswegen von uns spezielle Hilfe bekommen. Und ich weiß auch, dass dieses Problem natürlich auch an der fehlenden Motivation der Schüler liegen kann, andererseits kam es mir bei meinem 2wöchigen Aufenthalt im Gymnasium hier eher so vor, dass die individuelle Betreuung der Kinder/Jugendlichen fehlt und deswegen immer wieder Kinder auf der Strecke zurückbleiben. Dafür möchte ich auf keinen Fall die Lehrer hier beschuldigen, sie haben echt viel zu tun und einen ziemlich anstrengenden Job, da vor- und nachmittags jeweils neue Schüler kommen. Das Problem, meiner Meinung nach, liegt viel mehr in der großen Klassenstärke (bis zu 40Schüler) und der Raumsituation, die ein konzentriertes Lernen bisweilen fast unmöglich macht. Man stelle sich ein Klassenzimmer vor, bei dem immer die Türe offen ist, bei dem die Fenster zum Garten und auf den Gang hin ebenfalls durchgehend geöffnet sind und so erstens ein enormer Geräuschpegel herrscht und zweitens immer wieder Schüler aus anderen Kursen reinschauen oder durch die Fenster die Klasse ablenken. Dies macht es dann natürlich zeitweise echt schwer sich zu konzentrieren.
Aber soweit zum Unterricht hier. 

Die Kids in der Schule :-)
Mittlerweile hat sich bei mir hier sogar so etwas wie ein Alltag eingestellt. Ich gehe täglich Frühs zur Arbeit, mittags zum Essen dann heim, dann hab ich noch ein bisschen Zeit, um Mails zu beantworten, etc. und dann geht’s wieder auf die Arbeit, danach, gehe ich dann Montags, Mittwochs und Freitags immer Volleyball spielen (irgendwie will ich mein Sportpensum ja aufrecht erhalten, und wenn kein Volleyball ist, dann spring ich – wer hätte es anders erwartet – noch ein bisschen Seil :-)). Dienstags gebe ich dann abends Deutschkurs für ein paar Freunde und Donnerstag, Samstag und Sonntag treff ich mit dann mit den anderen Freiwilligen und unseren gemeinsamen Freunden und wir gehen ins Schwimmbad oder tanzen (diesen beiden Tage laufen allerdings meistens etwas spontaner ab ;-)). 

Um hier noch mal ein bisschen genauer auf die Spontanität in meinem Alltag einzugehen eine kleine Geschichte vom letzten Wochenende. Ich habe Freitagabend beim Volleyball einen Jungen kennengelernt, der Malerei studiert und der, als ich seine Frage, ob ich malen könne, verneinte, kurzerhand meinte, er will es mir beibringen und ich könnte doch Samstagvormittag mit ihm und einem Freund mitkommen. Also gut – gesagt, getan. 
So stand ich dann Samstag um 9.00 im Park und erlebte meine erste Riesenüberraschung, als wir dann gemeinsam einfach schnurstracks ins Gefängnis rein marschiert sind (selbiges hatte ich nur wenige Tage vorher mit den anderen Freiwilligen besichtigt). Und dort war dann auch keine Rede von „Malkurs“ so mit Stiften und Papier, nein, wir haben einfach ein „mural“, also ein Wandgemälde, gemalt. Solche Wandgemälde sind hier in der Umgebung von Salcedo gar nicht mal so selten, es gibt hier sogar eine „ruta de los murales“ (ein Weg der Wandgemälde). So haben wir also die Wand neben dem Basketballfeld mit „Sportmotiven“ verschönert. Die zweite große Überraschung war dann, dass ich ganz spontan in das Wandgemälde als Volleyballspieler in Überlebensgroß integriert wurde. (Das mit dem „für die Nachwelt verewigen“ hab ich mir eigentlich anders vorgestellt, aber warum auch nicht so?! ;-))

Das mural :)
Alles in allem, habe ich mich bei der ganzen Aktion überhaupt nicht unangenehm gefühlt (so wie ich es eigentlich erwartet habe, dass ich mich in einem Gefängnis fühlen würde); dass dies aber nicht der Fall war, lässt sich vermutlich nur damit erklären, dass die Insassen, mit denen ich mich währenddessen auch unterhalten habe, auf mich nicht wie solche gewirkt haben; sie hätten mich auch glauben lassen können, dass ich Besucher seien, das hätte ich ihnen Großteils locker abgekauft. Sie waren zum Beispiel unends freundlich (ich habe hier auch bis jetzt fast nie einen unhöflichen, mürrischen Menschen kennengelernt), haben keine einheitliche Bekleidung und keine Handschellen und dürfen sich auf dem Gelände ziemlich frei bewegen. Allerdings muss man natürlich auch sagen, dass nicht alles Gold ist was glänzt. Zum Beispiel ist dieses Gefängnis eigentlich nur für 70Personen ausgelegt, allerdings sind gerade 130Personen inhaftiert (die Wohnverhältnisse will man sich dann nur ungern vorstellen) und dieses Gefängnis soll anscheinend noch eines der „leersten des Landes“ sein. 

Aber so viel dazu. Mein restlicher Samstag bestand dann darin, dass ich mittags schnell heimgewetzt bin und mich fertig gemacht habe, weil wir dann schon mit unseren Freunden ins Schwimmbad gefahren sind (auf Motorrädern, und zwar teilweise bis zu 3Personen auf einem; fragt mich bitte nicht, wie das geht und was einem danach alles weh tut ^^). Danach wollten wir eigentlich in einen Klub zum Tanzen gehen, da aber ein Bekannter von unseren Freunden einen Unfall hatte, bei dem ein Mann zu Tode gekommen ist, und der Bekannte deswegen jetzt (noch) im Gefängnis sitzt (man weiß, bzw. will es uns nicht so genau sagen, wer schuld war, oder wie es sich überhaupt zugetragen hat), haben wir darauf Rücksicht genommen und saßen dann einfach nur eine Weile beieinander und haben uns unterhalten, bevor wir dann wieder heimgefahren wurden. 

Solche Dinge, dass Bekannte von mir aus einem nicht ganz klaren Sachverhalt raus ins Gefängnis kommen, dass es tausend verschiedene Gerüchte über die Ursache davon gibt, oder dass viele Mädels in meinem Alter schon ein Kind haben oder zumindest schon verheiratet sind und, dass das hier scheinbar nicht, wie in Deutschland, verachtet wird, sondern, wie es mir vorkommt, weitestgehend toleriert oder als normal angesehen wird (im Gymnasium, in dem ich war, wurden die beiden Schwangeren zum Beispiel noch nicht einmal gehänselt), ja, solche Dinge zeigen mir immer wieder, auch wenn es mir hier in vielen Dingen so vertraut und ähnlich vorkommt, dass doch ein ziemlicher Kultur-/Mentalitätsunterschied besteht, der einen teilweise auch ziemlich unvorbereitet treffen und schockieren kann. 

Ich habe mich dann über solche Sachen, die mich aus der Fassung bringen, ziemlich lange mit meiner Gastmutter oder mit anderen Freunden unterhalten und habe dadurch rausgefunden, dass viele hier angeblich gerne „klatschen“, dass es deshalb über eine Sache tausend verschiedene Meinungen gibt und dass man deswegen nicht so viel Vertrauen zu Leuten haben soll, die man nicht so gut kennt. Oder dass zum Beispiel, ein Mädchen von 18Jahren als richtige, vollständige Frau angesehen wird, genauso als wäre sie 25, 30 oder 45 und nicht wie in Deutschland, wo man in dem Alter eher noch als Heranwachsende angesehen wird. Das erklärt dann wiederum auch zum Teil, warum es nicht als komisch angesehen wird, wenn eine 18jährige schwanger ist. 

Aber soweit erst mal zum Kulturunterschied. Nun die Frage: Wie es mir sonst so geht – tja, gute Frage! Mittlerweile hat sich herausgestellt, dass ich allergisch auf mein Moskitospray reagiere, was mich jetzt vor die Wahl juckende Stiche oder brennend/juckender Ausschlag gestellt hat; ich hab mich für die Stiche entschieden. Oder besser gesagt habe ich mich für den Kampf entschieden, der wie folgt aussieht: Moskitonetz, lange Hosen, meist geschlossene Schuhe UND das Unglaublichste zum Schluss – ich gehe aktiv auf Jagd! Wer mich kennt und schon einmal mit mir zusammen einige Zeit verbracht hat, weiß, dass ich absichtlich, geschweige denn vorsätzlich, noch nie ein Tier umgebracht habe, nicht einmal Spinnen oder Schnaken. Aber hier, ihr glaubt es nicht – hier hört selbst meine Tierliebe auf, vor allem weil es auch so immer mehr Viecher werden, die sich einen permanenten Wohnsitz in meinem Zimmer gebucht haben. Also wie gesagt, ich gehe auf die Jagd, aber nicht mehr, wie Anfangs, mit irgendeinem Hilfsmittel, sei es Kissen, Klamotten oder Decke, nein, mittlerweile tun es auch die bloßen Hände. (Hätte ich vorher auch keinem geglaubt, der mir vorhergesagt hätte.)

Reserva Científica de Salcedoa

Schuhvergleich, ziemlich am Anfang der 7h Wanderung

Ja, teilweise war der Weg interessant :D
 So, das war es für dieses Mal. Ich freue mich noch immer über jegliche Art von Rückmeldung! :-)
Eure Lisa

Montag, 19. September 2011

¿Hace mucho calor, no?


Mein 1.wirklicher Blogeintrag… - für alle, die es schon fast nicht mehr erwarten konnten ;-) :-)

Sorry, dass es so lange gedauert hat, aber ich hatte Probleme damit Internet zubekommen. 

Im Voraus möchte ich betonen, dass meine Blogeinträge sowie alle Bilder allein meine subjektive Sicht der Dinge widerspiegeln und deswegen auf keinen Fall pauschalisiert werden sollten. Mir ist bewusst, dass ich nur einen kleinen Ausschnitt des Lebens hier mitbekomme und dass aufgrund der Vielfalt der Dinge an sich generell eh keine allgemeinen Aussagen möglich sind.
„Die DominikanerInnen“ als solche gibt es nicht, und nur weil sich eine bestimmte Menschen als eine Einheit verstehen (wie die Menschen hier in den östlichen 2/3 der Insel „La Española“ als DominikanerInnen) heißt das nicht, dass sie alle gleich sind. Deswegen werde ich mich bemühen, möglichst differenziert und kritisch meine Eindrücke wiederzugeben, um nicht unbewusst zu verallgemeinern oder nur eine Seite zu zeigen und somit Vorurteile/Meinungen (ob positiv oder negativ) zu generieren oder zu bestätigen. 

Aber nun wieder zurück zu meinen ersten Tagen/Wochen en la República Dominicana:
Es ist unglaublich schwer zu wissen, wo ich mit dem Erzählen überhaupt beginnen soll – so viele neue, spannende Erlebnisse und Eindrücke, und so wenig Zeit, um alles zu verarbeiten. Deshalb bin ich eigentlich schon noch ziemlich überwältigt, auch wenn sich mittlerweile ein gewisser Tagesablauf eingestellt hat (aber dazu später). :-)

Nach dem Flug, der zwar super anstrengend war (da lang), aber sonst einigermaßen unspektakulär verlief (bis auf die Tatsache, dass der Madrider Flughafen – da unübersichtlich – mich in Verzweiflung gestürzt hat), warteten Monika und ich (mit Jessica und Heraldo, die uns in Santo Domingo abholten) noch auf Lars, der als letzter von uns vier voluntarios ankam (Inga war schon seit dem Morgen da). Wir überbrückten die Wartezeit indem wir uns auf sage und schreibe 4 Sprachen (deutsch, spanisch, italienisch und teilweise englisch, wahlweise auch „Hände und Füße“ ;-)) unterhielten und aßen unsere erste Mahlzeit auf dominikanischem Boden (vollkommen unerwartet bei Burger King – tja, die Welt ist doch klein ;-)) Dann ging es mit dem Auto (das Thema Straßenverkehr wird zu späterem Zeitpunkt nochmal ausgeführt, da es schon etwas mehr „Würdigung“ verdient) und Gepäck Richtung Salcedo, dort blieben wir für die Nacht in einem Hostel, da es schon zu spät (fast 24.00 Uhr) war, um direkt in die Gastfamilien gebracht zu werden. 

Tags drauf fuhren wir dann zu der Dachorganisation Oficina Técnica Provincial und uns wurde das Personal vorgestellt, außerdem bekamen wir eine kleine Einführung zum Thema Gesundheit und Ablauf der ersten beiden Wochen. (Wir haben nämlich so eine Art Einführungsseminar: vormittags Sprachkurs, nachmittags kulturelle und historische Ausflüge oder Vorträge)

Danach ging es endlich aufgeregt wie sonst was in die Gastfamilien. :-)
So wohne ich nun für (m)ein Jahr in dem Stadtteil San Lorenzo (wenn sich für die Adresse interessiert, soll mich doch einfach nochmal extra anschreiben) im Erdgeschoss eines kleinen, farbenfrohen Hauses zusammen mit meiner mamá Isorfilia und deren Bruder Lolo, den ich aber nur selten zu Gesicht bekomme, da er (Zitat meiner mamá) „eigentlich nur hier isst und schläft“. 

Bei der Familie angekommen machte ich eine Entdeckung, mit der ich nicht unbedingt gerechnet hatte: meine Gastmutter hatte schon einmal eine Freiwillige und, wie der Zufall es will, war sie (Josephine) auch aus Deutschland :-) Also ist Isol schon an den Umgang mit Freiwilligen und an gewissen „deutsche Eigentarten“ gewohnt (im Allgemeinen ist sie eh sehr offen und tolerant).
An dieser Stelle übrigens auch ein herzliches Dankeschön an die Mädels vom letzten Jahr (Annika, Nausika und Josephine), die mir viele nützliche Sachen dagelassen haben, von einem Rucksack, über Tonpapier, T-Shirts bis hin zu Sonnencremes und Moskitosprays!!! :-)  (Das Thema „Dominikanische Republik und seine animalischen Bewohner“ oder auch „warum sich lange Hosen lohnen“ folgt demnächst – will ja euch nicht gleicht mit einem seitenlangen Post erschlagen ;-))

Gastgeschwister habe ich nicht direkt, da der Sohn von Isol mittlerweile mit seiner Familie in New York wohnt, aber das ist nicht so dramatisch, da viele aus der Nachbarschaft öfter einmal zu Besuch da sind und ich so auch Leute in meinem Alter um mich herum habe. :-)

An dieser Stelle vielleicht mal ein kleiner Exkurs zum Thema „Verständigung auf Spanisch“:
Wichtigste Info vorab: 
Es wird kein español, sondern dominicano gesprochen – was sich in etwa so vom Spanisch, das ich in der Schule und zum Teil auch in Spanien selbst kennenlernen durfte, unterscheidet:  
  1. Es ist gefühlte 100mal schneller als alles, was ich von meiner Lehrerin gewohnt war
  2. Eigenheit, dass oft und gerne mal „s“ am Ende eines Wortes weggelassen wird oder, dass ein „r“ auch manchmal als „l“ ausgesprochen wird
  3. Es werden auch viele englische Worte wie „ok“ oder „basketból“ eingebaut, die einen ganz schön irritieren können, wenn man auf die gewohnte Bezeichnung gewartet hat
Aber alles in allem kann ich eigentlich nicht klagen, weil ich mich mittlerweile dann doch ganz gut  „reingehört“ habe und die meisten verstehe, die sich mir mitteilen wollen. :-) 
Deswegen gab es bei mir auch noch keine größeren Missverständnisse, im Gegensatz zu manch anderen Freiwilligen ;-) 
Allerdings ist mein Lieblingssatz immer noch: „otra vez y un poco más despacio, por favor” = nochmal und ein bisschen langsamer, bitte. xD 

Letztendlich zum Klima hier vor Ort… Der Wetterbericht für Salcedo könnte meistens wie folgt lauten: gefühlte 35° in der Sonne, die fast immer auch sehr intensiv am Strahlen ist, häufig windstill und eine ziemlich hohe Luftfeuchtigkeit, gelegentliche können abendliche Gewitter auftreten, bei den es dann Wasser wie aus Eimern runterhaut (übrigens extrem gut zum Duschen, falls mal gerade kein fließend Wasser vorhanden ist – dazu aber nochmal ein Extra-Eintrag :-)) – Blitz und Donner sind hier übrigens auch ziemlich spektakulär! 

Man kann also sagen, dass wir uns, als wir erstmals dominikanischen Boden betreten haben, fühlten, als wären wir gegen die „berühmte-berüchtigte“ Wand gelaufen und tatsächlich kann man es teilweise mit einer Sauna/Dampfbad vergleichen. 
ABER (was mir bis jetzt nicht viele geglaubt haben bzw. immer noch nicht glauben) mir GEFÄLLTS! Ich fühle mich richtig wohl hier – im Vergleich zu Deutschland, wo ich ja des Öfteren frierend in der Gegend rumstehe und mir selbst durch Sport nur schwer warm wird; hier laufe ich sozusagen auf "Betriebstemperatur" ;-) deswegen (v)ertrage ich mehr schlecht als recht die meist klimatisierte Luft oder die ständig laufenden Ventilatoren in geschlossenen Räumen und Autos… aber naja, vermutlich gewöhne ich mich auch daran… :-)

Noch ein paar kleine Impressionen von der ersten Zeit :-)
 
Monika und ich noch im Flugzeug nach Santo Domingo

Wir vier (Ich, Inga, Monika und Lars) bei einer Rundfahrt
(vielleicht kann man die gemütliche Nähe erahnen ;-))

El río de Ojo de agua (darin waren wir schon baden :-))

Die Hermanas Mirabal, nach denen die Provinz benannt ist

Beim Zuckerrohr-Essen :-)

Tja, Freunde, das ist Kakao,
oder besser gesagt, man lutscht erst das Weiße ab und spukt die Samen wieder aus,
die werden das zu dem verarbeitet, was wir als Kakao kennen :D

El Monumento de Santiago
So, fürs Erste war es das von meiner Seite – Fortsetzung folgt!
Liebste Grüße, eure Lisa :-)

Freitag, 29. Juli 2011

Er ist da!

Liebe Blog-Leser!

Nun ist er endlich da mein Blog.

Ich bin allerdings noch etwas in der Eingewöhnungs-/Ausprobierphase.
Sobald ich damit fertig bin, gibt es hier immer spannende ;-) Beträge, wie es mir so mit meinem FSJ im Ausland ergeht (hoffentlich auch in einigermaßen regelmäßigen Abständen). 

Für Fragen, Anregungen, Kritik und Lobpreisungen könnt ihr mich gerne anschreiben (über Kommentare freue ich mich natürlich immer!)

Viele Grüße,
Lisa