Montag, 14. November 2011

Hablame de lo que has encontrado en tu largo camino

Un fuerte aplauso!! Lisa schafft es dann doch auch einmal im Monat einen neuen Post zu bringen…

Und das auch nur, weil ich heute den ganzen Tag frei habe und somit mal wieder die Motivation aufbringen kann, alles zusammenzuschreiben was so los was (ohja, stellt euch auf was langes ein!)

Ich wohne da unten :-)

Jetzt wundert ihr euch vermutlich, warum Lisa genau an einem Montag nicht arbeiten muss…. tja, es ist mal wieder Huelga, schon die 2. in einem Monat, dieses Mal allerdings auf Nationalebene (und nicht wie sonst nur in Salcedo). Eigentlich sollte es eine friedliche sein, also nur ein Arbeitsstreik, wie man es ja auch aus Deutschland kennt, aber in Salcedo artet es immer irgendwie aus.
Sie – wer genau ist mir immer noch unklar, weil ich bis jetzt noch keine Person getroffen habe, die gesagt hätte „yeah, lass mal Huelga machen“ (was natürlich auch einfach nur zeigen kann, dass ich in relativ anständigen Kreisen verkehre) – naja, auf jeden Fall sind sie schon seit den frühen Morgenstunden dabei „bombas“ abzufeuern, Autoreifen anzubrennen oder Bäume umzulegen.
Aber wie gesagt, die Mehrheit der Leute hat eigentlich sogar mehr Angst davor, und fühlt sich dann dementsprechend unwohl. Und weil es im und um den Park (der eigentlich mehr ein hübscher Betonplatz mit Bänken und ein paar „Topf-Palmen“ ist) zu unruhig ist, sind auch gerade Verwandte von meiner Gastmutter Isol bei uns einquartiert.

Warum es immer nur in Salcedo krasser ist, darüber hab ich mich auch mit Isol unterhalten… sie meint nämlich, dass die Leute in der Stadt noch mehr Grund haben, unzufrieden zu sein als im Rest des Landes, weil hier schon seit Jahren Stillstand herrscht und die Regierung sich um überhaupt nichts kümmert, weder um Arbeitsplätze noch Schulbildung noch Müllabfuhr, geschweige denn um Strom- und Wasserversorgung. Da liegt das Eskalationspotential verständlicherweise höher als z.B. in Küstenorten, die zumindest teilweise vom Tourismus profitieren (oder profitiert haben).

Aber so viel zu der aktuellen Lage… jetzt ein bisschen zu den letzten 4 Wochen
Wie immer kann ich dem oft gehörten Satz „aquí se goza“ (=hier genießt man) echt nur zustimmen. Klar, ich bin auch am Arbeiten, und das echt nicht wenig (dazu später noch ein bisschen mehr), und danach auch immer recht gut fertig, aber wofür hat man denn Wochenenden?! :-) 

Mangú (=Kochbananen-Matsche), Avokado und Käse :-)

Hier mal eine kleine Aufzählung von unseren diversen Extraaktivitäten:
  • Die Graduations-Feier eines Freundes aus Villa Tapia mit ganz viel Tanzen, Essen, Alkohol, Fotos und lustigen Spielen  
  • Das Spaghetti-Essen bei mir im Haus zu Ehren einer ehemaligen Freiwilligen, die gerade wieder zu Besuch da war
  • Ein 4stündiger „auto-maquillaje“ Kurs, bei dem leider keiner gelernt hat, sich selbst zu schminken, wir aber trotzdem alle ziemlich gut „verschönert“ herauskamen :D
  • Ein Sancocho (eine Art Reissuppe)-Essen mit den Nachbarn und Inga
  • 2 Ausstellungsbesichtungen, die eine in Villa Tapia, die andere in Salcedo (unter anderem von meinem Nachbarn, der Künstler ist und dem ich wegen seiner genial-lustigen Art mittlerweile auch verzeihe, dass er seine klassische Musik lauter aufdreht als ich mit meinem Laptop dagegen ankämpfen kann)
  • Unser Besuch der deutschen Botschaft in Santo Domingo, der kleine „Bummel“ durch die Altstadt und die Führung durch den „jardín botánico“
  • Der 131. Geburtstag von Salcedo mit einer 2h Messe und einem Umzug durch die Stadt
  • Und natürlich noch Lars Geburtstag und unser Wochenendausflug nach Sosúa (später noch ausführlicher)
Mit so viel Programm vergeht die Zeit natürlich wie im Flug und ich war ziemlich überrascht als ich dann Ende Oktober den ersten Weihnachtsschmuck (eine bunte Lichterkette, allerdings in Form von Ostereiern :)) am Haus unserer Nachbarn entdeckte und sogar meine Schule schon mit dem Schmücken anfing. Allerdings kommt leider bei anhaltenden 27° und Sonnenschein nicht so richtige Weihnachtsstimmung auf (auch wenn ich schon fleißig Jingle Bells auf Spanisch lernen darf), deswegen bin ich auch noch dabei, die Motivation zum Kartenschreiben zu suchen – ihr werdet es ja dann mitbekommen, ob ich sie noch rechtzeitig gefunden habe ;-)

Selbst die mit den Kindern gebastelten Weihnachtsterne konnten an der fehlenden feierlichen Atmosphäre was ändern, wenn es mich natürlich auch echt freut, dass ich mittlerweile meine außerstundenplanmäßigen Aktivitäten mit den Kindern umsetzen kann – Anfangs ist es nämlich öfter mal daran gescheitert, da ich den Unterricht allein übernehmen musste, weil alle Lehrerinnen wegen Krankheit oder diversen anderen Gründen gefehlt haben. 

So hatten wir jetzt schon einen „Tag der Ernährung“ mit einem Essen, bei dem jedes Kind etwas von daheim mitgebracht hat, außerdem waren wir mit unserem einstudierten Kinderlied beim Gesangswettbewerb aller Schulen aus Salcedo (leider haben unsere „pollitos“ (also Hühnchen) es nicht auf die vorderen Plätze geschafft). Auch mein Tanzkurs läuft super - ja, Lisa bringt den Latinos das Hüftenschwingen bei ;) – Äh, Nein! Wollen wir mal nicht so weit greifen. Merengue, Reggaeton und Bachata (also die am meistens getanzten Sachen hier) können sie alle schon ziemlich perfekt, trotz ihres jungen Alters; ich bringe ihnen lediglich einen Line-Dance auf Jazz-Musik bei. :D 

Ja, ich fühle mich jetzt richtig als Teil der Schule und wohl dabei! Dass ich mich gut eingewöhnt habe, ist mir nämlich aufgefallen, als ich bemerkt habe, dass ich mittlerweile nicht nur alle Namen von den Kids kann (und das sind über 50, darunter auch hübsche, für uns ungewohnte wie z.B. Luz Yudery, Anmerly und China, die ich mir teilweise erst merken konnte, als ich sie mir aufschreiben ließ): Nein, noch mehr – ich werde mittlerweile auch als „profe“ geachtet; eine, die zwar nicht die entsprechende Ausbildung hat, der man aber deswegen trotzdem nicht auf der Nase rumtanzen darf, nur weil sie nicht gleich laut wird und die Kinder, aufgrund sprachlicher Hindernisse, nicht immer ganz in ihre Schranken weisen kann (allerdings wird dies auch immer besser). 

Anscheinend  sehen mich auch die anderen Lehrerinnen als ein Teil von ihnen an, weil sie, was mich  als erstes schon ziemlich irritiert hat, versuchten mich mit ihren jüngeren Brüdern zu verkuppeln. Als ich dann über den ersten Schock hinweg war, den mir die Tatsache verursachte, dass dieser Versuch von meinen „Vorgesetzten“ kam, und dann antwortete, dass ich keinen Freund will, kam von ihnen ganz überrascht zurück: „Aber du bist doch hübsch!“ – Dass für mich aber gutes Aussehen kein verpflichtender Grund für eine Beziehung und auch „Allein-sein“ keine Horrorvorstellung ist, ja, ich glaube, DAS haben sie bis heute noch nicht verstanden… ^^

Aber naja, solche Sachen sind eher Kleinigkeiten, über die man hinweg sehen kann (und auch sms von besagten Brüdern kann man erstaunlich erfolgreich ignorieren); was mir allerdings schwerer im Magen liegt ist zum Beispiel, dass eine Lehrerin wegen Diabetes hat und des Öfteren deswegen im Krankenhaus liegt, sie aber nicht auf die Idee kommt, dass es daran liegen könnte, dass sie sich zusätzlich zu ihrem normalen Essen noch zweimal täglich Milchbrötchen und gesüßte Vanillemilch gönnt. An sich würde mich das nicht stören, da sie ja erwachsen und selbst verantwortlich für ihre Gesundheit ist. Das Problem ist nur, dass besagte Süßspeisen in der Pause auch an alle Kinder verteilt werden und auch die anderen Sachen, die zum Verkauf stehen und auch heiß begehrt sind, ausschließlich aus Keksen, Lutschern und Bonbons bestehen. Dies ist in meinen Augen mehr als ein bisschen unvernünftig, nicht nur, weil sie später dann vielleicht mal an Diabetes erkranken können (das hängt ja auch noch von ihrem weiteren Lebensstil ab), sondern vor allem weil Kekse und anderer Süßkram (im Vergleich zu Obst) einfach nicht die nötigen Vitamine/Energie für konzentriertes Arbeiten liefern. Wenn die Kinder dann in ihrer Pause noch nicht mal ein bisschen Ball im Hof spielen dürfen (um sich auszutoben), „weil er ja auf die Straße fallen könnte und es ja auch gefährlich ist, wenn sie ihn von da wieder holen müssen“ (viel gefährlicher als Motorradfahren ohne Helm im dem Alter kann es, ehrlich gesagt, auch nicht sein und da sagt keiner was dagegen) oder weil sie ja die Blumen im Garten zerstören könnten oder den Hausmeister damit ärgern könnten… naja, dann versteh ich nur zu gut, warum sie unausgelastet, bisweilen sogar hyperaktiv, aber hauptsächlich unkonzentriert sind.  

Oder auch, dass sie immer eisgekühlte Getränke trinken und die Klimaanlage/Ventilatoren immer auf volle Pulle haben – ehrlich gesagt, kein Wunder, dass sie dann, noch mehr schwitzen, wenn sie sich dann außerhalb deren Reichweite befinden, und kein Wunder, dass sie dann krank werden, und viele der Kids mit einer permanenten Erkältung rumlaufen, denn so ein krasser Unterschied zwischen „drinnen und draußen“ geht einfach jedem ans Immunsystem. Allerdings mache ihnen dann mal klar, dass eine kurzfristige Abkühlung im Vergleich zur „gripe“ nicht besser ist, wenn sie der Meinung sind, dass die Erkältung bestimmt nicht davon kommen kann. 

Bei solchen Sachen fühl ich mich immer ziemlich ohnmächtig, weil ich einfach nichts dagegen machen kann, nicht nur weil ich Ausländer bin oder gerade so mal Abiturientin, nein, sondern einfach, weil ich allein nicht das gesamte Kollektiv-Verständnis der Menschen hier ändern kann.   
So viel zu den Sachen, die man hier einfach erst mal mit einem mehr oder minder bemühten Lächeln runterschlucken muss. 

Jetzt zu meiner kleinen Änderung im Wochenplan: Lisa stellt mittlerweile nämlich freiwillig früher auf als nötig, ums genauer zu nehmen um halb 6 (statt um 7.15).
Der Grund dafür ist relativ einfach. Ich war schon seit längerem nicht mehr wirklich zufrieden mit dem Volleyballtraining, weil ich die meiste Zeit nur draußen saß, da einige wenige „Große“, darunter auch die beiden Trainerinnen, für ein 3-gegen-3-Spiel üben wollten. Da kam es mir dann eigentlich ganz recht, als Monika meinte, ob ich nicht mit ihr mal den Aerobic-Kurs im Fitnesscenter ausprobieren wollte. So gehe ich jetzt, nicht wie Monika nachmittags (ich gebe dem Volleyball nämlich trotzdem noch eine Chance, vielleicht ändert es sich ja nochmal), sondern frühs von 6 bis 7Uhr ins Fitnesscenter und bin danach immer gehörig fertig – und ja, ich hätte nie gedacht, dass es Aerobic auch in anstrengend gibt (so nach meinen früheren Erfahrungen mit der Materie urteilend). Ein weiterer Grund dabei zu bleiben ist nicht (nur ;-)) der heiße Aerobic-Trainer, sondern vor allem der Fakt, dass mein Seil endgültig kaputt gegangen ist – ja, ich habe bemerkt, dass rauer Steinboden weder Plastik noch Stahl gut tut und dass es mit Klebeband sich auch nicht so gut flicken lässt. :D Aber so viel dazu…. 

Auch mein Deutschkurs läuft wunderbar, allerdings hat sich der Name in „Kulturaustausch und Spaß“ geändert, weil wir dann des Öfteren doch von der deutschen Sprache abschweifen und uns über diverse andere Dinge unterhalten, unter anderem wie lustig ich manche Wörter ausspreche. Die Jungs (und das eine Mädels) sind auch die einzigen, die echt bemüht darum sind, mein Spanisch (wie sie so schön sagen)  „zu perfektionieren“, deswegen bringen sie mir nicht nur dominikanische „Fachwörter“ und Zweideutigkeiten, sondern auch Zungenbrecher, Witze und Abzählspiele bei. :-) 

Letztendlich zum letzten Wochenende :-)
·         Der Anlass: Lars 20. am Samstag
·         Der Plan: eigentlich nur Samstag und Sonntag in Sosúa verbringen, am Strand Volleyball spielen, abends schön essen gehen, etc., da Lars eigentlich nicht so gerne seinen Geburtstag feiert, und deswegen nur die Freiwilligen, also Monika, Inga, Sebastian, seine Freundin Teresa und mich eingeladen hat
·         Die Idee (von Monika):  Überraschungsparty von Freitag auf Samstag (und gleichzeitig auch so ein bisschen die Verabschiedung von Kelvin, ein dominikanischer Freund von uns Freiwilligen, und seiner Freundin Annika, eine ehemalige Freiwillige, die einen Monat zu Besuch da war. Die beiden gehen jetzt zusammen nach Deutschland)
·         Das Resultat:
1.       Jede Menge Spaß, Tanz und Trunk und eine geniale Torte, die zum großen Teil ihren Weg auf die Gesichter/Kleidung der Mitfeiernden gefunden hat, leider aber nicht wirklich in deren Bäuche (scheint hier an Geburtstagen so Brauch zu sein :D)
2.       2 super Tage am Strand, bzw. im Hotel oder unter diversen Dächern (wegen des teilweise bescheidenen Wetters)
3.       Ganz viele Fotos, in deren Besitz ich aber leider noch nicht bin, da mich die Fotofaulheit mal wieder schlagartig und unbesiegbar überfallen hat – wer aber ganz ungeduldig ist, kann sich gerne Lars Blog anschauen, da ist dann der Link zu den Bildern zu finden ;-) 

Nach diesem Wochenende bin ich, auch wenn ich nicht wie andere ein Brandnarbe vom Motorradauspuff habe, endgültig und vollends dominikanisiert! :D 

Zum einen, weil wir das dominikanische „Vorgehen gegen den Regen“ ein bisschen übernommen haben (wenn auch nur einmal) – es sieht in etwa so aus:
Sich mehr oder minder schnell etwas zum unterstellen suchen und dann einfach warten. Sich dabei unterhalten oder auch einfach nur zufrieden/glücklich/bisweilen auch dumpf vor sich hinstarren. Und das locker mal über Stunden hinweg – aber ja, es funktioniert mittlerweile und es fühlt sich sogar gut an, oder zumindest auf jeden Fall nicht schlecht, wie wir kollektiv nach guten 3h feststellten, die wir stehend in Strandkleidung unter dem Palmenblätterdach einer verlassenen Hotelbar am Strand verbrachten. 

Zum anderen bin ich dominikanisiert, weil ich auch einmal Teil eines rekordverdächtig überfüllten guaguas (eine Art öffentlichen Transportmittels) sein durfte. Und wenn ich rekordverdächtig sage, dann meine ich das auch! Bis jetzt lag die Obergrenze, die wir in einem solchen Gefährt (meistens ein Kleinbus für 15Personen ausgelegt) zählen durften, bei 24Personen. Es wird dann halt einfach ein bisschen zusammengerutscht und die Dominikaner sind es eh gewöhnt (Berührungsängste und Klaustrophie hat hier auch wohl eher niemand).
Aber wir wären ja nicht wo wir sind, wenn das nicht noch ausbaufähig wäre xD Zugegeben, selbst die erfahrensten Dominikaner waren milde geschockt als Person Nr.25 zustieg (eher sich dazustellte, weil es keine Sitzplätze mehr gab, nur noch Stehplätze an der offenen Tür) und auch noch einen süßen Hahn mitbrachte (der dann aber leider ziemlich schnell eingetütet wurde). Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt den Sack Reis und den anderen mit Kartoffeln noch ziemlich unbeachtet gelassen und wurde erst später von den anderen darauf hingewiesen.

Dazu kann ich im Nachhinein nur sagen: „me sobran las palabras“ xD

Kokosnüsse xD

Samstag, 15. Oktober 2011

Alltag und sonstige spontane Sachen...

Hey ihr lieben, fleißigen Blogverfolger, 

nach langer Zeit mal wieder ein Post – wie ihr merkt hat mich die Schreibwut noch nicht eingeholt ;-) 

"Mein" Wohnzimmer mit dein geniales Korbsesseln :-) 
zur Zeit sinkt die Motivation, kontinuierlich einen Blog zu führen, eher etwas, da ich es doch unerwartet schwierig finde, zum einen alles, was hier passiert (und das ist echt einiges) schön gegliedert, verständlich, nicht rassistisch/verletzend und trotzdem noch einigermaßen  kurz zusammenzufassen und zum anderen fällt es mir auch extrem schwer, meine Gedanken, Gefühle und mein ganzes Erleben hier einem anonymen Publikum darzulegen. (Die, die mich kennen, wissen, dass mir das schon vor einzelnen Personen teilweise zu schaffen macht.) Vielleicht steige ich im Laufe der nächsten Zeit auf Rundmails um, falls dies gewünscht wird, dafür bräuchte ich aber erst mal Feedback, wer alles interessiert wäre.

Aber nichts destotrotz, solange gebe ich die Hoffnung noch nicht auf, dass aus mir mal ein großartiger Blogger wird :D 

Die wunderhübsche Außenterrasse
So, jetzt aber zu den wirklich wichtigen Sachen. Die Zeit vergeht hier wie im Flug, ich bin nun schon fast 6Wochen hier und schon die 2.Woche in meiner Arbeitsstelle. :-)
Wie viele von euch vermutlich schon wissen, arbeite ich in einer Schule, genauergenommen die „Escuela de Apoyo a la Diversidad“ (=Schule der Förderung der Vielseitigkeit), die ein Teil des „Centro de Atención a la Diversidad“ ist (ungefähr: Zentrum der Aufmerksamkeit für Verschiedenheit). In dieser Schule werden Kinder (die sogenannten „niños especiales“) mit und ohne Behinderung/Einschränkung (sei es körperlich oder geistig) betreut und gezielt unterstützt/gefördert. Das Ziel ist so zum einen eine Integration und Akzeptanz von Menschen mit Einschränkungen und zum anderen eine individuelle Förderung derselben. Im Alltag sieht das Ganze so aus, dass vormittags von 8.00 bis 11.30Uhr eine Gruppe von ungefähr 12Kindern kommt, die dann von den Lehrerinnen (und jetzt auch von mir) mit Aufgaben betraut werden. So müssen diejenigen, die Probleme mit Lesen und Schreiben haben, Sachen abschreiben und diese dann vorlesen. Dabei wird nicht nach Alter getrennt, sondern nur nach dem Wissensstand im jeweiligen Bereich. Nachmittags, von 14.00 bis 17.00Uhr, kommt dann eine neue Gruppe und es läuft ähnlich ab wie vormittags.   

Meine Schule

Ich bin allerdings nicht nur „profesora“, das ist nämlich eigentlich gar nicht der Sinn der Sache, da ich auch gar keine Ausbildung in der Hinsicht habe. Ich soll mich viel mehr auf die außerplanmäßigen Aktivitäten konzentrieren, um es praktisch mehr als nur eine Schule werden zu lassen. So mache ich mit den Kindern Ausflüge zum Spiel-/Sportplatz, erzähle ihnen ein bisschen was über Deutschland, gebe Tanzunterricht, und so weiter. :-) Alles in allem bin ich also mit meiner Arbeit super zufrieden, und die Kinder sind auch echt knuffig!

Allerdings habe ich leider auch ziemlich schnell gemerkt, welche Defizite das Schulsystem hier aufweist, wenn es noch nicht einmal schafft 12jährigen das Alphabet, geschweige denn das Lesen, beizubringen. Das klingt jetzt natürlich krass und ich weiß auch, dass ich in meiner Schule natürlich nur die Ausnahmen mitbekomme, die praktisch „durchs System gefallen sind“ und deswegen von uns spezielle Hilfe bekommen. Und ich weiß auch, dass dieses Problem natürlich auch an der fehlenden Motivation der Schüler liegen kann, andererseits kam es mir bei meinem 2wöchigen Aufenthalt im Gymnasium hier eher so vor, dass die individuelle Betreuung der Kinder/Jugendlichen fehlt und deswegen immer wieder Kinder auf der Strecke zurückbleiben. Dafür möchte ich auf keinen Fall die Lehrer hier beschuldigen, sie haben echt viel zu tun und einen ziemlich anstrengenden Job, da vor- und nachmittags jeweils neue Schüler kommen. Das Problem, meiner Meinung nach, liegt viel mehr in der großen Klassenstärke (bis zu 40Schüler) und der Raumsituation, die ein konzentriertes Lernen bisweilen fast unmöglich macht. Man stelle sich ein Klassenzimmer vor, bei dem immer die Türe offen ist, bei dem die Fenster zum Garten und auf den Gang hin ebenfalls durchgehend geöffnet sind und so erstens ein enormer Geräuschpegel herrscht und zweitens immer wieder Schüler aus anderen Kursen reinschauen oder durch die Fenster die Klasse ablenken. Dies macht es dann natürlich zeitweise echt schwer sich zu konzentrieren.
Aber soweit zum Unterricht hier. 

Die Kids in der Schule :-)
Mittlerweile hat sich bei mir hier sogar so etwas wie ein Alltag eingestellt. Ich gehe täglich Frühs zur Arbeit, mittags zum Essen dann heim, dann hab ich noch ein bisschen Zeit, um Mails zu beantworten, etc. und dann geht’s wieder auf die Arbeit, danach, gehe ich dann Montags, Mittwochs und Freitags immer Volleyball spielen (irgendwie will ich mein Sportpensum ja aufrecht erhalten, und wenn kein Volleyball ist, dann spring ich – wer hätte es anders erwartet – noch ein bisschen Seil :-)). Dienstags gebe ich dann abends Deutschkurs für ein paar Freunde und Donnerstag, Samstag und Sonntag treff ich mit dann mit den anderen Freiwilligen und unseren gemeinsamen Freunden und wir gehen ins Schwimmbad oder tanzen (diesen beiden Tage laufen allerdings meistens etwas spontaner ab ;-)). 

Um hier noch mal ein bisschen genauer auf die Spontanität in meinem Alltag einzugehen eine kleine Geschichte vom letzten Wochenende. Ich habe Freitagabend beim Volleyball einen Jungen kennengelernt, der Malerei studiert und der, als ich seine Frage, ob ich malen könne, verneinte, kurzerhand meinte, er will es mir beibringen und ich könnte doch Samstagvormittag mit ihm und einem Freund mitkommen. Also gut – gesagt, getan. 
So stand ich dann Samstag um 9.00 im Park und erlebte meine erste Riesenüberraschung, als wir dann gemeinsam einfach schnurstracks ins Gefängnis rein marschiert sind (selbiges hatte ich nur wenige Tage vorher mit den anderen Freiwilligen besichtigt). Und dort war dann auch keine Rede von „Malkurs“ so mit Stiften und Papier, nein, wir haben einfach ein „mural“, also ein Wandgemälde, gemalt. Solche Wandgemälde sind hier in der Umgebung von Salcedo gar nicht mal so selten, es gibt hier sogar eine „ruta de los murales“ (ein Weg der Wandgemälde). So haben wir also die Wand neben dem Basketballfeld mit „Sportmotiven“ verschönert. Die zweite große Überraschung war dann, dass ich ganz spontan in das Wandgemälde als Volleyballspieler in Überlebensgroß integriert wurde. (Das mit dem „für die Nachwelt verewigen“ hab ich mir eigentlich anders vorgestellt, aber warum auch nicht so?! ;-))

Das mural :)
Alles in allem, habe ich mich bei der ganzen Aktion überhaupt nicht unangenehm gefühlt (so wie ich es eigentlich erwartet habe, dass ich mich in einem Gefängnis fühlen würde); dass dies aber nicht der Fall war, lässt sich vermutlich nur damit erklären, dass die Insassen, mit denen ich mich währenddessen auch unterhalten habe, auf mich nicht wie solche gewirkt haben; sie hätten mich auch glauben lassen können, dass ich Besucher seien, das hätte ich ihnen Großteils locker abgekauft. Sie waren zum Beispiel unends freundlich (ich habe hier auch bis jetzt fast nie einen unhöflichen, mürrischen Menschen kennengelernt), haben keine einheitliche Bekleidung und keine Handschellen und dürfen sich auf dem Gelände ziemlich frei bewegen. Allerdings muss man natürlich auch sagen, dass nicht alles Gold ist was glänzt. Zum Beispiel ist dieses Gefängnis eigentlich nur für 70Personen ausgelegt, allerdings sind gerade 130Personen inhaftiert (die Wohnverhältnisse will man sich dann nur ungern vorstellen) und dieses Gefängnis soll anscheinend noch eines der „leersten des Landes“ sein. 

Aber so viel dazu. Mein restlicher Samstag bestand dann darin, dass ich mittags schnell heimgewetzt bin und mich fertig gemacht habe, weil wir dann schon mit unseren Freunden ins Schwimmbad gefahren sind (auf Motorrädern, und zwar teilweise bis zu 3Personen auf einem; fragt mich bitte nicht, wie das geht und was einem danach alles weh tut ^^). Danach wollten wir eigentlich in einen Klub zum Tanzen gehen, da aber ein Bekannter von unseren Freunden einen Unfall hatte, bei dem ein Mann zu Tode gekommen ist, und der Bekannte deswegen jetzt (noch) im Gefängnis sitzt (man weiß, bzw. will es uns nicht so genau sagen, wer schuld war, oder wie es sich überhaupt zugetragen hat), haben wir darauf Rücksicht genommen und saßen dann einfach nur eine Weile beieinander und haben uns unterhalten, bevor wir dann wieder heimgefahren wurden. 

Solche Dinge, dass Bekannte von mir aus einem nicht ganz klaren Sachverhalt raus ins Gefängnis kommen, dass es tausend verschiedene Gerüchte über die Ursache davon gibt, oder dass viele Mädels in meinem Alter schon ein Kind haben oder zumindest schon verheiratet sind und, dass das hier scheinbar nicht, wie in Deutschland, verachtet wird, sondern, wie es mir vorkommt, weitestgehend toleriert oder als normal angesehen wird (im Gymnasium, in dem ich war, wurden die beiden Schwangeren zum Beispiel noch nicht einmal gehänselt), ja, solche Dinge zeigen mir immer wieder, auch wenn es mir hier in vielen Dingen so vertraut und ähnlich vorkommt, dass doch ein ziemlicher Kultur-/Mentalitätsunterschied besteht, der einen teilweise auch ziemlich unvorbereitet treffen und schockieren kann. 

Ich habe mich dann über solche Sachen, die mich aus der Fassung bringen, ziemlich lange mit meiner Gastmutter oder mit anderen Freunden unterhalten und habe dadurch rausgefunden, dass viele hier angeblich gerne „klatschen“, dass es deshalb über eine Sache tausend verschiedene Meinungen gibt und dass man deswegen nicht so viel Vertrauen zu Leuten haben soll, die man nicht so gut kennt. Oder dass zum Beispiel, ein Mädchen von 18Jahren als richtige, vollständige Frau angesehen wird, genauso als wäre sie 25, 30 oder 45 und nicht wie in Deutschland, wo man in dem Alter eher noch als Heranwachsende angesehen wird. Das erklärt dann wiederum auch zum Teil, warum es nicht als komisch angesehen wird, wenn eine 18jährige schwanger ist. 

Aber soweit erst mal zum Kulturunterschied. Nun die Frage: Wie es mir sonst so geht – tja, gute Frage! Mittlerweile hat sich herausgestellt, dass ich allergisch auf mein Moskitospray reagiere, was mich jetzt vor die Wahl juckende Stiche oder brennend/juckender Ausschlag gestellt hat; ich hab mich für die Stiche entschieden. Oder besser gesagt habe ich mich für den Kampf entschieden, der wie folgt aussieht: Moskitonetz, lange Hosen, meist geschlossene Schuhe UND das Unglaublichste zum Schluss – ich gehe aktiv auf Jagd! Wer mich kennt und schon einmal mit mir zusammen einige Zeit verbracht hat, weiß, dass ich absichtlich, geschweige denn vorsätzlich, noch nie ein Tier umgebracht habe, nicht einmal Spinnen oder Schnaken. Aber hier, ihr glaubt es nicht – hier hört selbst meine Tierliebe auf, vor allem weil es auch so immer mehr Viecher werden, die sich einen permanenten Wohnsitz in meinem Zimmer gebucht haben. Also wie gesagt, ich gehe auf die Jagd, aber nicht mehr, wie Anfangs, mit irgendeinem Hilfsmittel, sei es Kissen, Klamotten oder Decke, nein, mittlerweile tun es auch die bloßen Hände. (Hätte ich vorher auch keinem geglaubt, der mir vorhergesagt hätte.)

Reserva Científica de Salcedoa

Schuhvergleich, ziemlich am Anfang der 7h Wanderung

Ja, teilweise war der Weg interessant :D
 So, das war es für dieses Mal. Ich freue mich noch immer über jegliche Art von Rückmeldung! :-)
Eure Lisa

Montag, 19. September 2011

¿Hace mucho calor, no?


Mein 1.wirklicher Blogeintrag… - für alle, die es schon fast nicht mehr erwarten konnten ;-) :-)

Sorry, dass es so lange gedauert hat, aber ich hatte Probleme damit Internet zubekommen. 

Im Voraus möchte ich betonen, dass meine Blogeinträge sowie alle Bilder allein meine subjektive Sicht der Dinge widerspiegeln und deswegen auf keinen Fall pauschalisiert werden sollten. Mir ist bewusst, dass ich nur einen kleinen Ausschnitt des Lebens hier mitbekomme und dass aufgrund der Vielfalt der Dinge an sich generell eh keine allgemeinen Aussagen möglich sind.
„Die DominikanerInnen“ als solche gibt es nicht, und nur weil sich eine bestimmte Menschen als eine Einheit verstehen (wie die Menschen hier in den östlichen 2/3 der Insel „La Española“ als DominikanerInnen) heißt das nicht, dass sie alle gleich sind. Deswegen werde ich mich bemühen, möglichst differenziert und kritisch meine Eindrücke wiederzugeben, um nicht unbewusst zu verallgemeinern oder nur eine Seite zu zeigen und somit Vorurteile/Meinungen (ob positiv oder negativ) zu generieren oder zu bestätigen. 

Aber nun wieder zurück zu meinen ersten Tagen/Wochen en la República Dominicana:
Es ist unglaublich schwer zu wissen, wo ich mit dem Erzählen überhaupt beginnen soll – so viele neue, spannende Erlebnisse und Eindrücke, und so wenig Zeit, um alles zu verarbeiten. Deshalb bin ich eigentlich schon noch ziemlich überwältigt, auch wenn sich mittlerweile ein gewisser Tagesablauf eingestellt hat (aber dazu später). :-)

Nach dem Flug, der zwar super anstrengend war (da lang), aber sonst einigermaßen unspektakulär verlief (bis auf die Tatsache, dass der Madrider Flughafen – da unübersichtlich – mich in Verzweiflung gestürzt hat), warteten Monika und ich (mit Jessica und Heraldo, die uns in Santo Domingo abholten) noch auf Lars, der als letzter von uns vier voluntarios ankam (Inga war schon seit dem Morgen da). Wir überbrückten die Wartezeit indem wir uns auf sage und schreibe 4 Sprachen (deutsch, spanisch, italienisch und teilweise englisch, wahlweise auch „Hände und Füße“ ;-)) unterhielten und aßen unsere erste Mahlzeit auf dominikanischem Boden (vollkommen unerwartet bei Burger King – tja, die Welt ist doch klein ;-)) Dann ging es mit dem Auto (das Thema Straßenverkehr wird zu späterem Zeitpunkt nochmal ausgeführt, da es schon etwas mehr „Würdigung“ verdient) und Gepäck Richtung Salcedo, dort blieben wir für die Nacht in einem Hostel, da es schon zu spät (fast 24.00 Uhr) war, um direkt in die Gastfamilien gebracht zu werden. 

Tags drauf fuhren wir dann zu der Dachorganisation Oficina Técnica Provincial und uns wurde das Personal vorgestellt, außerdem bekamen wir eine kleine Einführung zum Thema Gesundheit und Ablauf der ersten beiden Wochen. (Wir haben nämlich so eine Art Einführungsseminar: vormittags Sprachkurs, nachmittags kulturelle und historische Ausflüge oder Vorträge)

Danach ging es endlich aufgeregt wie sonst was in die Gastfamilien. :-)
So wohne ich nun für (m)ein Jahr in dem Stadtteil San Lorenzo (wenn sich für die Adresse interessiert, soll mich doch einfach nochmal extra anschreiben) im Erdgeschoss eines kleinen, farbenfrohen Hauses zusammen mit meiner mamá Isorfilia und deren Bruder Lolo, den ich aber nur selten zu Gesicht bekomme, da er (Zitat meiner mamá) „eigentlich nur hier isst und schläft“. 

Bei der Familie angekommen machte ich eine Entdeckung, mit der ich nicht unbedingt gerechnet hatte: meine Gastmutter hatte schon einmal eine Freiwillige und, wie der Zufall es will, war sie (Josephine) auch aus Deutschland :-) Also ist Isol schon an den Umgang mit Freiwilligen und an gewissen „deutsche Eigentarten“ gewohnt (im Allgemeinen ist sie eh sehr offen und tolerant).
An dieser Stelle übrigens auch ein herzliches Dankeschön an die Mädels vom letzten Jahr (Annika, Nausika und Josephine), die mir viele nützliche Sachen dagelassen haben, von einem Rucksack, über Tonpapier, T-Shirts bis hin zu Sonnencremes und Moskitosprays!!! :-)  (Das Thema „Dominikanische Republik und seine animalischen Bewohner“ oder auch „warum sich lange Hosen lohnen“ folgt demnächst – will ja euch nicht gleicht mit einem seitenlangen Post erschlagen ;-))

Gastgeschwister habe ich nicht direkt, da der Sohn von Isol mittlerweile mit seiner Familie in New York wohnt, aber das ist nicht so dramatisch, da viele aus der Nachbarschaft öfter einmal zu Besuch da sind und ich so auch Leute in meinem Alter um mich herum habe. :-)

An dieser Stelle vielleicht mal ein kleiner Exkurs zum Thema „Verständigung auf Spanisch“:
Wichtigste Info vorab: 
Es wird kein español, sondern dominicano gesprochen – was sich in etwa so vom Spanisch, das ich in der Schule und zum Teil auch in Spanien selbst kennenlernen durfte, unterscheidet:  
  1. Es ist gefühlte 100mal schneller als alles, was ich von meiner Lehrerin gewohnt war
  2. Eigenheit, dass oft und gerne mal „s“ am Ende eines Wortes weggelassen wird oder, dass ein „r“ auch manchmal als „l“ ausgesprochen wird
  3. Es werden auch viele englische Worte wie „ok“ oder „basketból“ eingebaut, die einen ganz schön irritieren können, wenn man auf die gewohnte Bezeichnung gewartet hat
Aber alles in allem kann ich eigentlich nicht klagen, weil ich mich mittlerweile dann doch ganz gut  „reingehört“ habe und die meisten verstehe, die sich mir mitteilen wollen. :-) 
Deswegen gab es bei mir auch noch keine größeren Missverständnisse, im Gegensatz zu manch anderen Freiwilligen ;-) 
Allerdings ist mein Lieblingssatz immer noch: „otra vez y un poco más despacio, por favor” = nochmal und ein bisschen langsamer, bitte. xD 

Letztendlich zum Klima hier vor Ort… Der Wetterbericht für Salcedo könnte meistens wie folgt lauten: gefühlte 35° in der Sonne, die fast immer auch sehr intensiv am Strahlen ist, häufig windstill und eine ziemlich hohe Luftfeuchtigkeit, gelegentliche können abendliche Gewitter auftreten, bei den es dann Wasser wie aus Eimern runterhaut (übrigens extrem gut zum Duschen, falls mal gerade kein fließend Wasser vorhanden ist – dazu aber nochmal ein Extra-Eintrag :-)) – Blitz und Donner sind hier übrigens auch ziemlich spektakulär! 

Man kann also sagen, dass wir uns, als wir erstmals dominikanischen Boden betreten haben, fühlten, als wären wir gegen die „berühmte-berüchtigte“ Wand gelaufen und tatsächlich kann man es teilweise mit einer Sauna/Dampfbad vergleichen. 
ABER (was mir bis jetzt nicht viele geglaubt haben bzw. immer noch nicht glauben) mir GEFÄLLTS! Ich fühle mich richtig wohl hier – im Vergleich zu Deutschland, wo ich ja des Öfteren frierend in der Gegend rumstehe und mir selbst durch Sport nur schwer warm wird; hier laufe ich sozusagen auf "Betriebstemperatur" ;-) deswegen (v)ertrage ich mehr schlecht als recht die meist klimatisierte Luft oder die ständig laufenden Ventilatoren in geschlossenen Räumen und Autos… aber naja, vermutlich gewöhne ich mich auch daran… :-)

Noch ein paar kleine Impressionen von der ersten Zeit :-)
 
Monika und ich noch im Flugzeug nach Santo Domingo

Wir vier (Ich, Inga, Monika und Lars) bei einer Rundfahrt
(vielleicht kann man die gemütliche Nähe erahnen ;-))

El río de Ojo de agua (darin waren wir schon baden :-))

Die Hermanas Mirabal, nach denen die Provinz benannt ist

Beim Zuckerrohr-Essen :-)

Tja, Freunde, das ist Kakao,
oder besser gesagt, man lutscht erst das Weiße ab und spukt die Samen wieder aus,
die werden das zu dem verarbeitet, was wir als Kakao kennen :D

El Monumento de Santiago
So, fürs Erste war es das von meiner Seite – Fortsetzung folgt!
Liebste Grüße, eure Lisa :-)

Freitag, 29. Juli 2011

Er ist da!

Liebe Blog-Leser!

Nun ist er endlich da mein Blog.

Ich bin allerdings noch etwas in der Eingewöhnungs-/Ausprobierphase.
Sobald ich damit fertig bin, gibt es hier immer spannende ;-) Beträge, wie es mir so mit meinem FSJ im Ausland ergeht (hoffentlich auch in einigermaßen regelmäßigen Abständen). 

Für Fragen, Anregungen, Kritik und Lobpreisungen könnt ihr mich gerne anschreiben (über Kommentare freue ich mich natürlich immer!)

Viele Grüße,
Lisa